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Wasserlassen

Probleme beim Wasserlassen treten besonders bei älteren Menschen in der Nacht auf oder können generell beim Wasserlassen durch Prostataleiden auftreten. Probleme mit dem Wasserlassen können aber grundsätzlich in jedem Alter entstehen, zum Beispiel ausgelöst durch eine Harnweginfektion oder auch Geschlechtskrankheiten wie Tripper. Steine, die sich in allen Bereichen des Harntrakts aufhalten können, können zu sehr schmerzhaften Problemen beim Wasserlassen führen. Ist der Urin mit Blut gemischt, so sollte man immer zum Arzt gehen. Wasserlass-Probleme können auch auftreten bei bestimmten Medikamenten, zum Beispiel bei Medikamenten gegen chronische Schmerzen. Oft kommen dann noch Übelkeit oder Magen-Darmschmerzen als Symptome hinzu. Kommt es zum häufigen Wasserlassen in der Nacht, so spricht man medizinisch vom Krankheitsbild „Nykutrie“. Muss der Betroffene trotz normaler Trinkgewohnheiten öfters in der Nacht auf die Toilette, so kann dies zum Beispiel ein Vorbote von Herzdurchblutungsstörungen sein. Auf Grund der waagerechten Lage in der Nacht, kann sich eine Herzschwäche als solches Symptom deuten lassen. Tritt der Harndrang besonders in der Nacht auftritt, so kann auch ein Prostata-Leiden möglich sein. Eine andere Ursache kann zum Beispiel auch eine akute oder chronische Nierenschwäche sein. Chronische Nierenschwächen können längere Zeit ohne besondere Symptome sich entwickeln. Man sieht häufig im Urin die Nierenschwächungen durch den Eiweißgehalt. Man erkennt die Nierenschwäche an dem schäumenden Urin oder an der Braunverfärbung. Verengungen der Harnröhre durch einen gutartigen oder bösartigen Tumor können auch das Wasserlassen stark beeinflussen. Der Urinstrahl ist dann häufig eher dünner und auch das Wasserlassen erfordert mehr Druck.

Kommt beim Wasserlassen ein störender Juckreiz hinzu und fühlt sich der Betroffene eher körperlich geschwächt, so kann auch eine Geschlechtskrankheit die Ursache sein. Bei Frauen stehen auch Geschlechtsinfektionen der Eileiter oder der Gebärmutter in Zusammenhang mit schmerzhaften Problemen beim Wasserlassen. Wasserlassen kann sich auch zum Problem entwickeln, wenn die Prostata erweitert ist oder sich die Blase krankhaft erweitert hat und so den Urinabfluss behindert. Harninkontinenz, ein Krankheitsbild bei dem die Betroffenen nicht in einer normalen selbstbestimmten Zeit Wasserlassen können, betrifft häufig Frauen. Es gibt acht offizielle Formen von Harninkontinenz, die durch die Ursachen bestimmt sind, zum Beispiel die Stressinkontinenz oder auch die Dranginkontinenz. Harninkontinenz betrifft sehr viel mehr Frauen als man vermutet, da viele Frauen nach Erhebungen sich mit den Problemen alleine auseinandersetzen und nur ein geringerer Prozentsatz zum Arzt geht.

Man schätzt, dass Millionen von Frauen an Harnwegproblemen wie Inkontinenz leiden. Neurologische Störungen, die mit Alterskrankheiten wie Demenzen einhergehen und organische Erkrankungen, zum Beispiel der Blase, lösen häufig in Summe die Inkontinenz aus. Dass Frauen sehr viel häufiger an Harninkontinenz leiden ist vereinfacht dadurch zu erklären, dass der Schließmuskel bei Frauen anatomisch bedingt sehr viel anfälliger für Erkrankungen ist. Die Schwächungen des Schließmuskels kann zum Beispiel ursächlich ausgelöst werden durch häufige Blasenentzündungen oder auch hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft und den Wechseljahren. Auch die Auswirkungen auf die Beckenbodenmuskulatur spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

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